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Fallout 4

(PC, Xbox One, PS4)

 
fallout4

In einer postapokalyptischen Welt ums Überleben kämpfen! Diese Worte fassen ganz grob das Monster von einem Rollenspiel "Fallout 4" von Bethesda zusammen.

Nachdem "The Witcher 3" die Messlatte für Rollenspiele im Mai 2015 sehr hoch gesetzt hat, waren die Erwartungen an den vierten Teil der "Fallout"-Serie sehr hoch und der Hype um das RPG wuchs von Woche zu Woche.

Doch Eines muss ich gleich vorweg nehmen: Beide Spiele lassen sich nicht vergleichen, denn jedes ist für sich einzigartig und sorgt für sein ganz eigenes Spielerlebnis. Doch was genau erlebt man denn nun in einer Welt voller Mutanten, Plünderern und anderen wilden Bestien, die nur deinen Tod als Ziel haben?

 

Nach einem atomaren Vorfall wacht unser Spielecharakter in einem Bunker auf und findet sich in einer postapokalyptischen Welt rund um die amerikanische Stadt Bosten wieder. Unser Ziel: Solange in dieser Welt zu überleben, bis wir unseren verschwundenen Sohn wiedergefunden haben. Doch so einfach diese Aufgabe klingen mag, so schwer ist sie umzusetzen. Denn kaum verlassen wir die bekannten Gefilde, erwartet uns an jeder Ecke, in jedem Haus und in jeder noch so dunklen Höhle eine Welt, die erkundet werden will.


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Neben der Haupthandlung, die uns durch das sogenannte "Commonwealth" führt, gibt es unzählige Nebenmissionen - von einfachen Botengängen bis hin zu ausgewachsenen Bandenkämpfen. Jeder Ort, den wir auf unserer Reise entdecken, bietet für die Schatzsucher unter euch immer neue Herausforderungen, an dessen Ende immer fette Belohnungen auf euch warten - in Form von Comics, die euch permanente Boni geben, oder neue und bessere Ausrüstung. Wer wollte nicht schon einmal mit Miniatombomben um sich schießen? Die angegebene Spielzeit von 300 - 400 Spielstunden ist deshalb durchaus als realistsch anzusehen.

Ein weiterer Zeitfressen - man könnte fast sagen ein Spiel im Spiel - ist der Siedlungsbau. Im Laufe der Zeit erhalten wir Zugriff auf immer mehr Standorte, die es auszubauen gilt, um Siedlern ein neues Zuhause zu geben. Mit Beeten, auf denen wir Obst und Gemüse anpflanzen, Verteidigungsanlagen und sogar ganzen Häusern errichten wir von Grund auf unsere Siedlungen neu. Somit entstehen überall auf der Karte kleine Befestigungen, die natürlich auch von Räuberbanden und Mutanten überfallen werden können, die es dann zu beschützen gilt. Und wer einmal damit angefangen hat, sich um eine Siedlung zu kümmern, wird ganz schnell feststellen, wie viel Spaß es macht Zäune aufzustellen und Lampen mit Strom zu versorgen. Die SIMS lässt grüßen.


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Das Hauptaugenmerk eines jeden Rollenspieles ist neben der Geschichte, die erzählt wird, der Charakterbau. Sieben Grundattribute und 70 verschiedene Skills - die auch noch mehrere Ausbaustufen haben - setzen keine Grenzen in der individuellen Gestaltungen des Spielecharakters. Hinterhältiger Nahkämpfer? Flinker Pistolero? Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Zudem lassen sich gefundene Waffen und Rüstungen an Werkbänken mit gesammeltem Schrott ausbauen. So bekommt unsere Pistole ein Nachtsichtgerät spendiert und unser Helm schützt uns nun vor gefählicher Strahlung.


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Die riesige Landschaft, die es zu bereisen gilt, präsentiert sich von seiner schönsten Seite. Beeindruckene Effekte, knackige Animationen und eine enorme Sichtweite sind nur einige der Punkte, die man hier nennen könnte. An die Grafikpracht von "The Witcher 3" kommt aber auch "Fallout 4" nicht heran. Dafür gibt es stellenweise doch recht matschige Texturen zu bewundern und die einen oder anderen Lichteffekte sind eher störend als schön. Auch einige Glitches - wenn ein Charakter halb im Boden verschwindet - oder Bugs, wie das Wechseln von Waffen, welches manchmal mehr als zehn Sekunden dauert, trüben stellenweise das doch recht schnelle Gameplay.


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Dass die Spielergemeinde mal wieder schneller ist als der Entwickler, zeigen die unzähligen Mods, die solche Fehler bereits beheben oder das Spiel stellenweise sogar aufhübschen. Man denke nur an die unzähligen Mods, die "Skyrim" zu einer Augenweide haben mutieren lassen - vorausgesetzt man hat die nötige Rechenpower.

 

Fazit

Wie bereits anfangs erwähnt ist "Fallout 4" ein Monster von einem Rollenspiel. Eine riesige, freierkundbare Welt, eine Vielzahl von Möglichkeiten seinen Charakter zu entwickeln, unzählige Missionen und ein enormer Wiederspielwert, durch die vier Fraktionen, denen man im Spiel beitreten kann, sorgen dafür, dass man sich mehr als nur eine Nacht um die Ohren schlägt. Zweifelsohne ist das Spiel nicht perfekt - dafür gibt es doch zu viele kleine Fehler - aber das ist Jammern auf höchstem Niveau. Wer die vorherigen Teile der "Fallout"-Serie kennt, wird dieses Spiel in all seinen Bereichen lieben, und selbst wer sich das erste Mal mit "Fallout 4" ins Ödland stürzt, wird eine wunderbare Zeit mit dem Spiel erleben. Außerdem können wir gespannt sein, welche neuen Spielerlebnisse uns die angekündigten DLCs bringen werden und was uns die Modder-Szene an tollen Modifikationen beschert.

Note: 1-

by Andy, aka LordSaliak

 

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