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No Man`s Sky

(PC, PS4)

 
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Wir schnallen uns an und erkunden die Unweiten des neuen Spieles "No Man`s Sky". Kaum ein anderes Spiel hat so einen Hype erzeugt, wie das Weltraum-Adventure des Entwicklerteams "Hello Games".

Doch was erwartet uns im Dunkel des Weltalls und kann das Spiel halten, was es uns verspricht?

Dieser Test bezieht sich auf die PC-Version von "No Man`s Sky".

 

Wir starten unser Abenteuer auf einem von 18 Trillionen Planeten und finden uns als gestrandeten Raumfahrer wieder. Nun gilt es anhand von kleinen Tutorial-Quests das Gefährt wieder in Gang zu bringen, vom Planeten zu entkommen und die Weiten den Alls zu erkunden. Dabei treffen wir auf unzählige Wesen, die auf den verschiedensten Planeten leben – von mehrgliedrigen Kreaturen bis hin zu Pferden, die anstelle ihres Kopfes Tentakeln haben. Aber auch NPCs verschiedener Alienrassen erwarten uns in kleinen Behausungen auf den Planeten oder auf einer Raumstation.


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Mit dabei ist unser Multifunktionsgerät, dass nicht nur als Waffe gegen angriffslustige Wesen eingesetzt werden kann. Es dient auch als Laser, um die verschiedenen Ressourcen auf dem Planeten abzubauen. Im Weiteren Verlauf des Spieles erhalten wir durch kleine Aufträge oder auf unseren Erkundungstouren neue Technologien, um unser Gerät aufzuwerten. Auch unser Anzug, der uns auf der Oberfläche der Planeten vor Kälte, Radioaktivität und Stürme schützt, will aufgebessert und mit mehr Inventarplätzen versehen werden. Das ist auch bitter nötig, denn schnell ist das Inventar mit reichlich Ressourcen gefüllt. Zudem dienen diese Inventarplätze auch als Platz für neue Upgrades. Wir sind also immer vor die Wahl gestellt: Wollen wir mehr Ressourcen oder einen besseren Anzug haben.

Zum Glück können wir durch einen simplen Tastendruck unser Inventar auch direkt auf das Schiff laden. Doch auch hier dienen die Inventarplätze den gesammelten Schätzen, aber auch den Erweiterungen für das Raumschiff. Wir stehen also auch hier immer wieder vor einer Entscheidung. Neue Schiffe mit einem größeren Inventar lassen sich auf den Raumstationen für Units – die Währung in "No Man`s Sky" – erwerben, oder können auf Planeten gefunden werden.


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Neben dem anfänglichen Tutorial, dass euch gut in die Funktionen des Spieles einweist, wird auch eine kaum nennenswerte Story vermittelt. Doch wie so häufig in Spielen, die mit einer großen und offenen Welt daherkommen, ist die Handlung eher Nebensache. Das Spiel lädt zum Erkundungen ein. Jeder Planet, jeder dazugehörige Mond, jede Raumstation möchte erforscht werden. Überall lassen sich alte Relikte, Höhlensysteme und Lager ausfindig machen, bei denen ihr nicht nur Rohstoffe erhaltet, sondern auch neue Technologien oder Wörter. Ja, Wörter. Ihr lernt nach und nach neue Worte, um besser mit den Alienrassen kommunizieren zu können. Auch die Flora und Fauna möchte von euch entdeckt werden. Genauer gesagt von euch gescannt. Denn so erhaltet ihr nicht nur mehr Units, sondern habt auch die Möglichkeit den gescannten Tieren und Pflanzen einen eigenen Namen zu verpassen. Sollte also ein anderer Spieler auf eurem Planeten landen, so wird er dort den "Doppelkopfhund" antreffen können.


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Technisch läuft das Spiel eher schlecht als Recht auf dem PC. Selbst auf hardwarestarken Rechnern gibt es immer wieder kleine Ruckler, die das Spielgefühl aber nicht sonderlich trüben. Grafisch ist das Spiel nicht auf dem neusten Stand, was aber nur auffällt, wenn man ganz genau hinschaut. Gerade wenn man von einem Planeten abhebt und sich vor einem die Weiten des Weltalls offenbaren, bleibt einem da schon einmal die Spucke weg. Und wenn wir mal ehrlich sind: Grafik ist doch nicht alles, oder?


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Nun ist die große Frage: Reicht das aus, um euch lange an den Bildschirm zu fesseln? Sehr schnell findet man sich in einer Art Routine wieder. Man landet auf einem neuen Planeten, scannt alles, was man vor die Linse bekommt, sammelt die eine oder andere Technologie und farmt sich die Ressourcen zusammen, um wieder ins All fliegen zu können. Mehr bietet das Spiel inhaltlich nicht. Doch auf der anderen Seite wird der Erkundungstrieb in einem geweckt. Was finde ich wohl auf dem nächsten Planeten? Wie wird es dort aussehen? Wann finde ich eine neue Technologie?

 

Fazit

"No Man's Sky" ist ein Spiel für Liebhaber. Man sollte auf das Genre des Spieles stehen und vor allem sollte man eher zu der entspannten Art des Gamers gehören. Wenn euch lange Erkundungstouren und repetitive Abläufe nicht stören, dann habt ihr mit "No Man`s Sky" viel Spaß. Aber auch allen anderen sei das Spiel ans Herz gelegt, wenn es zu einem günstigeren Preis zu erwerben ist, da die Entwickler "Hello Games" mit ihrem Spiel Maßstäbe im Bereich Open-World – oder eher Open-Space – gesetzt haben.
Das Spiel bietet außerdem ein wunderbares Grundgerüst, um es mit unzähligen Mods zu erweitern, wie z.B. durch neue Tiere, Raumschiffe oder Ähnliches. Zudem versprechen die Entwickler neue Features einzubauen. Als nächsten soll zum Beispiel der Basenbau eingeführt werden.
Liebhaber greifen also jetzt schon zu, alle anderen warten darauf, dass "No Man`s Sky" technisch und vor allem auch inhaltlich ausgebessert wird.

Note: 3+

by Andy, aka LordSaliak

 

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